Rasen Flüssigdünger » Der bessere Rasendünger? Anwendung & Wirkung

Rasen Flüssigdünger

Wann kann man flüssigen Rasendünger anwenden?

Flüssiger Rasendünger kann wie Granulatdünger auch von März bis Oktober angewandt werden. Aufgrund der kürzeren Wirkdauer ist es jedoch sinnvoll mindestens 3 Mal pro Jahr zu düngen. Im Frühjahr und Sommer kann man zum gewöhnlichen Flüssigdünger greifen. Im Herbst sollte die Düngung mit erhöhtem Inhalt von Kalium erfolgen.

Kalium ist zuständig für die Winterfestigkeit, da es die Zellstruktur der Gräser stärkt. Man sagt Kalium auch einen Frostschutz nach. Ähnlich wie beim Streusalz haben die mit Kalium gedüngten Gräser einen tieferen Gefrierpunkt.

 

Welches Wetter ist für den Rasen-Flüssigdünger ideal?

Um ein Verbrennen des Rasens zu vermeiden, sollte man entweder am frühen Morgen oder Abend düngen. Am Mittag ist die Einstrahlung der Sonne zu stark und die Gräser drohen zu verbrennen. Wir empfehlen einen bewölkten Tag ohne Regenfälle zu wählen.

 

Welchen Flüssigdünger sollte man für den Rasen wählen?

Grundsätzlich enthalten alle Rasendünger Stickstoff, Phosphor und Kalium. Dies sind die Hauptbestandteile, welche jedoch je nach Anwendungszweck in ihrem Verhältnis variieren. Im Herbst ist ein kaliumhaltiger Dünger sinnvoller. Im Frühjahr sollte man für ein gutes Startwachstum auf genug Stickstoff setzen.

Die meisten Hersteller geben transparent an, welcher Dünger für welche Jahreszeit am besten ist. Es gibt neben der Jahreszeit noch weitere Unterscheidungen: Hat man einen starken Moos- oder Unkrautbefall sollte man auf spezielle Flüssigdünger zurückgreifen.

Flüssigdünger gegen Moos* enthält Eisenchelat. Dieses greift das Moos an. Die Nährstoffe stärken zeitgleich das Wachstum der Gräser, sodass Moos effektiv verdrängt wird.

Bei Unkraut-Flüssigdünger werden zusätzlich Herbizide angewandt. Bei der Anwendung von Herbiziden empfehlen wir jedoch auf ein Granulat auszuweichen. Die Gefahr einer falschen Anwendung ist hoch. Lesen Sie unabhängig vom Flüssigdünger stets zunächst die Herstellerangaben durch.

 

Weitaus führend: WOLF Garten Flüssig-Rasendünger

Wolf Flüssigdünger Rasen
In unseren Augen ist Wolf Garten beim Thema Flüssigdünger nahezu konkurrenzlos. Der Sprühaufsatz ist leicht zu bedienen und intuitiv einsetzbar. Eine Markierung an der Seite der Flasche zeigt während dem Düngen an, wie viel Dünger noch vorhanden ist. So kann man gut einschätzen, ob das Tempo der Düngung stimmt.

Um ein Gefühl für den Sprühaufsatz zu bekommen, gibt es auch eine reine Bewässerungsfunktion, bei der der Dünger noch nicht hineingemischt wird.


 

Die Anwendung von Rasen Flüssigdünger

Die meisten Flüssigdünger kommen für den Rasen mit einem speziellen Sprühaufsatz. Dieser wird auf der Flasche festgedreht. Danach schließt man den Gartenschlauch am entsprechenden Anschluss an. Sobald der Schalter auf „Düngung“ gestellt wird, geht es auch schon los.

Das Wasser fließt durch den Sprühaufsatz. Der Flüssigdünger wird dem Wasser gleichmäßig untergemischt. Im Gegensatz zu Flüssigdüngern für andere Pflanzen ist ein eigenes Anmischen im richtigen Verhältnis selten erforderlich.

Sollte dies dennoch der Fall sein, empfehlen wir den Dünger in einer Gießkanne mit Wasser anzumischen. Das Mischverhältnis wird auf der Verpackung oder der Bedienungsanleitung angegeben. Der Inhalt der Kanne wird gleichmäßig auf dem Rasen verteilt.

 

Vorteile von Flüssigdünger für den Rasen

Gleichmäßigere Verteilung

Die flüssige Form hat ggü. dem Granulat den entscheidenden Vorteil, dass das Düngemittel gleichmäßiger verteilt wird. Beim Streuwagen kommt es schnell zu überlappenden Bahnen. In Kuhlen sammeln sich die Granulatkörner.

Der Flüssigdünger ermöglicht stattdessen eine fein dosierte Ausbringung, die flächendeckend erfolgt. Es wird nicht punktuell gedüngt.

 

Platz gespart bei der Lagerung

Das bekannteste Hilfsmittel bei der Düngung ist der Streuwagen. Dieser trägt Granulat auf der Rasenfläche aus. Mit dem Kauf von Flüssigdünger spart man sich nicht nur den Kauf von Streuwagen, sondern auch die Lagerung von diesem.

Der Dünger selbst nimmt auch weniger Platz weg. Während für 100 m² ein 2,5 kg Sack Granulat benötigt wird, reichen beim Flüssigdünger bereits etwa 1,4 kg aus. Bedenkt man, dass die flüssige Form zudem noch eine höhere Dichte hat, kann man einiges an Platz sparen!

 

Zeitersparnis bei der Ausbringung

Die Ausbringung des Flüssigdüngers auf dem Rasen erfolgt schneller. Wasser lässt sich effizienter ausbringen. Granulat muss nach der Ausbringung auch noch zusätzlich befeuchtet werden. Der Sinn dahinter ist, dass die Nährstoffe nur durch das Bewässern aufgelöst und von den Wurzeln aufgenommen werden.
Beim Flüssigdünger profitiert man von einer 2-in-1-Ausbringung. Auf eine zusätzliche Bewässerung im Anschluss verzichtet man, da der Dünger bereits nass ausgebracht wird.

 

Schnellere Wirkung

Das Granulat landet in der Regel direkt auf der Erde. Er löst sich auf und gelangt über die Wurzeln in die Gräser. Beim Flüssigdünger kann man im Rasen hingegen mit einer schnelleren Wirkung rechnen.

Neben der Aufnahme über die Wurzeln, nimmt die Pflanze die Nährstoffe auch bereits kurz nach der Auftragung über die Blätter auf. Der restliche Dünger wird mit der Zeit den Umweg über die Wurzeln nehmen.

 

Nachteile von Flüssigdünger für den Rasen

Wirkdauer des Düngers begrenzt

Aufgrund der rasanten Wirkung und der flüssigen Form des Rasendüngers ist die Wirkdauer begrenzt. Selten werden mehr als 50 Tage versprochen. Bei gewöhnlichem Rasendünger sind wir es gewohnt eine Langzeitwirkung von 3 Monaten versprochen zu bekommen.

 

Höhere Preise pro Quadratmeter, selbst bei Nachfüllung

Auf den Quadratmeter Rasenfläche gerechnet ist Rasen-Flüssigdünger teurer als die Alternativen. Das hängt jedoch selten mit dem mitgelieferten Sprühkopf zusammen. Auch die Nachfüll-Packungen übersteigen den üblichen Preis pro Quadratmeter.

Wer ein paar Euro sparen möchte und keine Präferenz bezüglich der Ausbringung hat, sollte auf die Granulat-Variante setzen.

 

Organischen Flüssigdünger für den Rasen selbstmachen

Flüssigdünger wird von Experten zusammengestellt und beinhaltet ein ideales Verhältnis zwischen Stickstoff, Phosphor und Kalium. Wer auf das Expertenprodukt verzichten will, kann auch einen alternativen organischen Dünger selbst herstellen.

Dazu eignet sich beispielsweise Brennnesseljauche. Diese hat neben den Nährstoffen auch noch einen hohen Anteil an Eisen. Dieses wirkt besonders bei Moosbefall.

Kurzgefasst wird Brennnesseljauche aus 1 Kilogramm Brennnesseln und 10 Litern Wasser hergestellt. Unter regelmäßigem Umrühren, entsteht innerhalb 2 bis 3 Wochen ein wertvoller Dünger, welche im Verhältnis von 1:20 ausgebracht wird. Wir haben alle wichtigsten Informationen zum Düngen mit Brennnesseljauche hier zusammengefasst >

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