
Wieviel Rasendünger pro qm werden benötigt?
Es werden im Schnitt 30 Gramm Rasendünger pro Quadratmeter benötigt. Für eine Rasenfläche von 100 Quadratmetern, nutzt man also etwa 3 kg Rasendünger. Während ein wenig genutzter Zierrasen tendenziell weniger benötigt (20 Gramm pro m²), kann man bei einem viel genutzten Sportrasen mehr aufbringen.
Ideale Menge Rasendünger berechnen
Bedarfsabhängigkeit je nach Rasentyp
Grundsätzlich ist es aber nicht einfach die richtige Menge Rasendünger pro Quadratmeter für jeden Rasen zu pauschalisieren. Daher gibt es je nach Art des Düngers und je nach seiner Zusammensetzung es unterschiedliche Mengenempfehlungen. Diese Empfehlung findet sich in der Regel auf der Packung oder Flasche des Düngers, und sollte beachtet werden, um ein möglichst gutes Ergebnis zu erzielen. Auch die Art des Rasens und wie er verwendet wird, sind hier relevant.
Denn wieviel Rasendünger pro qm nötig ist, hängt davon ab, wie viel Stickstoff der Dünger enthält. Je nach Rasen und Nutzung des Rasens, variiert die Menge an Stickstoff, die der Rasen zum Wachsen und Gedeihen benötigt, zum Teil stark.
So hat ein größtenteils unbelasteter Zierrasen zum Beispiel einen Stickstoffbedarf von 10 Gramm bis 15 Gramm pro Quadratmeter und pro Jahr. Ein viel benutzter Spielrasen hingegen benötigt 18 Gramm bis 25 Gramm Stickstoff pro Jahr und pro Quadratmeter.
In der Regel wird empfohlen, im Frühling 35 g/m2 zu düngen und in den anschließenden Intervallen jeweils 25 g/m2 zu verteilen. Auch bei Herbstdünger wird meist eine Menge von 30 g/m2 empfohlen. Man sollte allerdings unbedingt die Angaben des Herstellers für den jeweiligen Dünger beachten.
Es gibt Rasendünger in verschiedenen Darreichungsformen – von Granulat bis Flüssigdünger.
Flüssigdünger hat im Gegensatz zu Granulat den Vorteil, dass er nach dem Aufbringen nicht vom Wind erfasst und weggetragen werden kann. Zusätzlich entfällt das Wässern nach dem Aufbringen. Nicht zuletzt wirkt Flüssigdünger sehr schnell und versorgt die Pflanzen sofort mit den enthaltenen Nährstoffen. Das bedeutet auch, dass die Wirkung schneller eintritt.
Flüssigdünger ist jedoch im Gegensatz zu Granulat auch weniger lange wirksam. Da die Nährstoffe so schnell aufgenommen werden, endet die Wirkung von Flüssigdünger auch schneller als bei Granulat. Denn das Granulat löst sich langsam auf und gibt die Nährstoffe so stetig ab.
Was passiert, wenn zu viel oder zu wenig Rasendünger pro qm aufgetragen wird?
Wenn man versehentlich zu vorsichtig war, und zu wenig Rasendünger pro qm aufgetragen hat, kann es passieren, dass der Rasen nicht wie erwartet wächst. Dies kann zu einer Grasnarbe führen, die nicht dicht genug ist, wodurch wiederum das Wachstum von Unkraut begünstigt wird. Idealerweise düngt man erst nach vier Wochen nochmal nach, um einer Überdünung vorzubeugen.
Wenn man hingegen versehentlich zu viel Rasendünger pro qm aufgetragen hat, können gelbe und braune Flecken auf dem Rasen entstehen. Sollte es passieren, dass zu viel Dünger aufgetragen wurde, kann man versuchen, den überschüssigen Dünger mit einer Harke oder einem Rechen zu entfernen. Anschließend sollte man den Rasen gründlich wässern, damit der überschüssige Dünger in die Erde abfließen kann.
Wie verteilt man Rasendünger am besten gleichmäßig?
Rasendünger kann man entweder per Hand verteilen, oder dafür einen speziellen Düngerstreuer verwenden.
Um Rasendünger per Hand auszustreuen, empfiehlt es sich, zunächst eine Hälfte der vom Hersteller empfohlenen Menge des Granulats in Längsrichtung über dem Rasen zu verteilen. Anschließend ist es sinnvoll, die andere Hälfte in Querrichtung auszubringen, um eine möglichst gleichmäßige Verteilung des Düngers auf dem ganzen Rasen zu erreichen. Bei Flüssigdünger kann der Dünger einfach mit Wasser vermischt werden und zum Beispiel mit einem Rasensprenger auf dem Rasen verteilt werden.
In beiden Fällen ist es am besten, den Rasendünger vor einem Regenschauer aufzutragen. Denn der Regen sorgt dafür, dass die Nährstoffe in den Boden einziehen und schneller aufgenommen werden können. So entfaltet sich auch die Wirkung schneller. Falls es nicht nach Regen aussieht, sollte nach dem Düngen mit Granulat unbedingt anschließend gut gegossen werden, damit der Rasen nicht verbrennt.
Kann man überschüssigen Rasendünger lagern?
Wenn nach dem Düngen noch Rasendünger übrig ist, kann dieser problemlos gelagert werden. Wichtig ist hierbei, dass der Rasendünger gut verschlossen wird und an einem trockenen und kühlen Ort aufbewahrt wird. Ansonsten kann es passieren, dass das Granulat verklumpt und nicht mehr ausgestreut werden kann. Bei organischem Dünger sorgt Feuchtigkeit dafür, dass er sich ganz zersetzt. Bei Flüssigdünger hingegen ist es nur wichtig, den Behälter gut zu verschließen und ihn nicht zu warm zu lagern. Die kühle Temperatur ist für beide Sorten Dünger wichtig, da eine zu hohe Temperatur die Nährstoffe im Dünger verändern oder sogar ganz zerstören kann und der Dünger dann nicht mehr wirkt oder womöglich dem Rasen schadet.