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Rasen wässern bei Sonne » Eklige Rasenschäden vermeiden

Rasen wässern bei Sonne
Viele Hobbygärtner fragen sich, ob das Wässern des Rasens bei Sonne schädlich sein kann. Immerhin ist das Nass auch für uns Menschen doch eine willkommene Abkühlung. Doch es gibt mehrere entscheidende Punkte, die gegen eine Bewässerung des Rasens bei Sonne sprechen.

 

Warum sollte man den Rasen bei Sonne nicht wässern?

Der Rasen darf bei Sonne aufgrund des Brennglaseffektes nicht gewässert werden. Die Tropfen auf den Halmen wirken wie eine Lupe. Verbrennungen im Rasen sind die Folge. Der Rasen wird unansehnlich braun.

Dieser Effekt ist im Übrigen nicht nur bei Rasen zu beobachten. Auch andere Pflanzen verbrennen schnell beim Wässern bei Sonne. (z.B. Tomaten)

Ein weiterer unglaublicher Nachteil ist die Verdunstung. Bewässert man den Rasen bei Sonne und resultierender Hitze, ist auch der Boden aufgewärmt. Trifft das Wasser auf diesen, verdunstet es. Es gibt Untersuchungen, die bis zu 80% Wasserverlust festgestellt haben wollen.

Wir glauben ganz so kritisch ist es nicht. Aber eines ist klar: Es geht eine Menge Wasser verloren. Im Zweifel steht man ein paar Tage später einem beschädigten Rasen gegenüber. Es gibt jedoch Tageszeiten, die sich besser zum Gießen des Rasens eignen.

 

Welche Tageszeit eignet sich gut zum Bewässern des Rasens?

Der Rasen sollte keinesfalls am Mittag bei Sonne gewässert werden. Am besten eignet sich der frühe Morgen. Der Boden hat sich über Nacht abgekühlt. Zweite Wahl ist der Abend. Hier hat man jedoch einen hohen Wasserverlust durch Verdunstung.

In der Theorie wird auch noch aus einem anderen Grund abgeraten am Abend zu wässern: Pilzbefall des Rasens. Das erwärmte Nass soll über die Nacht Rasenkrankheiten fördern. Ob man dem glauben mag oder nicht, ist jedem selbst überlassen. Wir haben häufig genug den Rasen auch mal am Abend bewässert und das ohne Probleme. Aber allein aus Kostengründen sollte man lieber auf den Morgen setzen.

 

Keine Lust früh aufzustehen? So bewässert man im Schlaf

Wir müssen zugeben, dass wahrscheinlich niemand gerne um 6 Uhr morgens aufsteht und erstmal ausgiebig den Rasen wässern will. Es gibt jedoch schöne Lösungen, wie man die Vorteile des Wässerns am Morgen nutzen kann.

Niemand sollte seinen Rasen bei Sonne wässern. Automatische Bewässerungscomputer übernehmen jedoch die Arbeit am Morgen. Die Zeitschaltuhren werden zwischen Schlauch und Hahn montiert. Eine fest eingestellte Uhrzeit ermöglicht auch das Wässern im Schlaf.

Stellt man diese beispielsweise auf 4 Uhr morgens ein, vermeidet man, dass der Rasen noch zu lange nass ist. Wer hingegen sich erst um 10 Uhr aufraffen kann den Rasen zu wässern, hat bereits mit stärkerem Sonneneinfall über die nächsten Stunden zu rechnen.

Wir empfehlen beim Bewässerungscomputer kein no-name Produkt aus billiger Produktion zu kaufen. Im schlimmsten Fall geht dieser nach kurzer Zeit kaputt und flutet den Rasen. Oder fast genauso schlimm: Der Rasen wird unbemerkt über mehrere Wochen nicht gegossen und trocknet vollkommen aus.

Wer auf einen bekannten Hersteller für Gartenprodukte vertrauen will, sollte sich bei Gardena umschauen. Die günstigste Bewässerungssteuerung reicht im Prinzip eigentlich schon aus, um dem Wässern des Rasens bei Sonne aus dem Weg zu gehen.

 

Wieviel Wasser benötigt ein Rasen bei Hitze?

Ein Rasen benötigt etwa 10 bis 15 Liter Wasser pro Quadratmeter. Bei durchlässigen Sandböden müssen es 20 Liter sein. Nur so dringt das Wasser 15 cm in die Erdschicht ein. Bis dorthin befinden sich die Wurzeln des Rasens.

Zur groben Orientierung kann man ein Glas auf den Rasen stellen. Das Glas sollte im unteren Teil ein ähnliches Volumen haben wie oben. (Zylinderförmig) Hat das Glas eine Füllhöhe von ca. 5 cm erreicht, kann man die Bewässerung stoppen.

Wer keine Lust jedes Mal ein Glas aufzustellen, dem wird ein Wassermengenzähler* direkt am Schlauch weiterhelfen. Es wird stets angezeigt, wie viel Liter bereits durch den Schlauch gelaufen sind. Dabei muss man darauf achten, dass man den Rasen gleichmäßig bewässert.

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Der Wasserbedarf wird errechnet aus: Rasenfläche (m²) x 15l/m² = Gesamtwasserbedarf.

 

Wie oft sollte man den Rasen gießen?

Sandböden müssen zwei Mal pro Woche gewässert werden. Lehmböden benötigen hingegen nur eine Bewässerung pro Woche. In Trockenperioden kann man die Frequenz erhöht werden. Die Wassermenge von 15l/m² darf jedoch nicht reduziert werden. Das gilt auch, wenn man öfter bewässert.

Hierfür gibt es mehrere Gründe. Zum einen fördert das häufige Bewässern mit geringen Volumen die Pilzbildung und Rasenkrankheiten. Zum anderen wird der Rasen anfälliger für Hitze. Die Wurzeln wachsen nicht in die Tiefe, da das Wasser nur die oberen paar Zentimeter befeuchtet. Die Folge ist, dass das Wurzelwachstum zu nah an der Oberfläche ist und der Rasen schneller austrocknet.

 

Rasen wässern bei Sonne: So geht kein Tropfen verloren

Wer seinen Rasen bei Sonne wässern will, wird die Vorteile einer unterirdischen Bewässerung zu schätzen wissen. Tropfrohre werden unterirdisch unter der Grasnarbe verlegt. Das Wasser gelangt direkt zu den Wurzeln. Verdunstung wird so absolut minimiert und der Brennglaseffekt gehört der Geschichte an.

Da die meisten Rasenflächen jedoch zu groß für ein solches System sind, haben wir ein Ratgeber-Tool zum Thema „unterirdische Bewässerung“ für den Rasen entwickelt:

🌢 Jetzt ideale unterirdische Bewässerung finden:

Rasenfläche:

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Was, wenn Staunässe bei der Bewässerung entsteht?

Insbesondere Lehmböden neigen dazu Wasser nur langsam aufzunehmen. Hat man es ohnehin mit heißen Tagen mit viel Sonne zu tun, so schützt sich der Boden mit einer harten undurchlässigen Schicht. Entsteht beim Bewässern Staunässe im Rasen, muss man Gegenmaßnahmen ergreifen. Die Staunässe fördert Rasenkrankheiten und kann im schlimmsten Fall auch zur Fäulnis der Gräser führen.

Als effektiv zeigt sich das regelmäßige Sanden des Rasens. Dazu wird Sand mit bestimmten Eigenschaften in die Erde eingearbeitet. Ein Straßenbesen eignet sich bestens, um den Sand zwischen den Halmen zu verteilen. Der Rasen sollte stets kurz sein.

Aber auch das Aerifizieren kann sinnvoll sein. Bei dieser Methode werden unzählige Löcher in den Boden gestochen, welche das Wasser ins Erdreich befördern. Aber nicht nur Wasser gelangt besser in die tieferen Erdschichten. Auch Nährstoffe und Sauerstoff können so optimal das Wachstum des Rasens fördern.

Eine weitere Ursache kann Rasenfilz sein. Dieser entsteht durch abgestorbene Gräser, die nicht abgebaut werden können. Rasen kann man auf Lehmboden zwar pflanzen, jedoch muss man auf geringere Bodenaktivität vorbereitet sein. Das regelmäßige Vertikutieren entfernt die schwer durchlässige Rasenfilz-Schicht. Ein Vertikutierer hat scharfe Klingen und sorgt für bestes Wachstum*.

 

Fazit: Rasen wässern bei Sonne ist keine gute Idee

Zusammengefasst kann man sagen, dass das Wässern bei Sonne keine gute Idee ist. Der Rasen wird strapaziert und sieht im schlimmsten Fall so aus als hätte er gar kein Wasser erhalten. Aber auch die Wasserkosten werden gesenkt, wenn man nicht bei Sonne den Rasen gießt. Imposante Mengen Wasser verdunsten auf warmem Boden.

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