Unkraut im Rasen loswerden » Ursachen & 7 effektive Maßnahmen

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Unkraut im Rasen
Unkraut im Rasen stört nicht nur die Optik. Auch die Gesundheit und Dichte des Rasens ist betroffen. Kein Wunder, dass viele Rasenbesitzer verzweifelt nach Lösungen suchen, um den ungewünschten Pflanzen den Kampf anzusagen.

Dazu muss man jedoch erstmal die Ursachen für Unkraut kennen. Danach gehen wir intensiv auf effektive Methoden ein, wie man den Rasen von Unkraut befreien kann.

 

Was sind die Ursachen für Unkraut im Rasen?

Einen Nährstoffmangel können Unkräuter besser vertragen

Unkraut wächst dort, wo der Rasen geschwächt ist. Die häufigste Ursache ist ein Nährstoffmangel. Die Gräser erhalten nicht genug Stickstoff, Phosphor und Kalium. Da Unkraut meist weniger anspruchsvoll ist, setzt es sich gegen den Rasen durch. Einige Unkräuter haben zusätzlich den Vorteil in Symbiose mit sogenannten Rhizobien sogar eigenen Stickstoff produzieren zu können.

 

Rasen braucht mehr Wasser als Unkraut

Aber auch Wassermangel ist eine häufige Ursache. Auch hier haben viele Unkrautarten geringere Ansprüche. Besonders deutlich wird es, wenn man sich überlegt, dass Löwenzahn auch an steinigen Bahngleisen bei hoher Trockenheit wächst. Erhält der Rasen zu wenig Wasser, läuft man Gefahr, dass sich Unkraut gegen die Gräser durchsetzt.

Das Resultat beider Mangelerscheinungen ist eine lückenhafte Grasnarbe, welche nicht als natürliche geschlossene Decke auftritt.

Da es bei der Bewässerung des Rasens jedoch auch auf wesentlich mehr ankommt, gibt es hier einen ausführlichen Artikel, was man außerdem beachten sollte.

 

Ein zu häufiger oder zu tiefer Rasenschnitt

Seltener kann die Ursache auch bei einem falschen Rasenschnitt liegen. Die Gräser werden regelmäßig unter 3 Zentimetern gemäht. Außerdem wird den Gräsern zu wenig Zeit zwischen den Schnitten gelassen, um sich zu regenerieren.

Beides führt oft zum Absterben einzelner Teile des Rasens. Die Lücken erhalten mehr Sonnenschein und Unkräuter können getrost wachsen.

 

Zu geringer oder zu hoher pH-Wert

Der pH-Wert des Bodens ist entscheidend für die Verfügbarkeit von lebensnotwendigen Nährstoffen. Die Rasenwurzeln benötigen bestimmte Nährstoffe, um überleben zu können. Ist der pH-Wert zu hoch oder zu niedrig, können die Wurzeln diese nicht aufnehmen und es setzen sich weniger anspruchsvolle Unkräuter durch, die u.a. andere Mengen an Nährstoffen bevorzugen.

Bei Rasenflächen sollte der Wert zwischen 5,5 und 7 liegen. Dabei gilt, dass lehmige Böden in diesem Bereich eher einen höheren pH-Wert haben sollten. Sandige können hingegen auch im unteren pH-Wert-Bereich eine gute Nährstoffverfügbarkeit aufweisen.

Wer vermutet keinen leicht sauren pH-Wert zu haben, wird zunächst eine Bodenanalyse durchführen müssen, um sicherzugehen, dass die Maßnahmen auch wirksam* für ein besseres Wachstum sein werden.

 

Wie verbreitet sich Unkraut im Rasen?

Verschiedene Unkräuter verbreiten sich auch unterschiedlich. Das bekannteste Samenunkraut, welches sich über die Samen verbreitet, ist wohl Löwenzahn. Selbsterklärend ist, dass die Samen über die Luft zur Rasenfläche transportiert werden und letztendlich dort wachsen.

Eine zweite Möglichkeit der Verbreitung erfolgt über sogenannte Ausläufer. Diese können prinzipiell unter- oder oberirdisch wachsen. Oberirdisch kriechende Unkräuter sind zum Beispiel Klee und Ehrenpreis. Zieht man an einer Pflanze, kann man schnell erkennen, dass ein „Geflecht“ entstanden ist.

Die dritte Möglichkeit der Verbreitung zeigen uns die Wurzelunkräuter. Auf dem Rasen sind sie besonders ärgerlich, da man nur schwer an die Wurzeln unter der Grasnarbe gelangt. Dazu zählen beispielsweise Giersch oder Quecke. Wie man Quecke im Rasen effektiv bekämpfen kann, besprechen wir hier separat >

Weiter zu unterscheiden sind einjährige gegenüber mehrjährigen Unkräutern. Bei den einjährigen wachsen jedes Jahr neue Pflanzen, die sich hauptsächlich über hinterlassene Samen vermehren. Mehrjährige Unkräuter leben als dieselbe Pflanze mehrere Jahre lang.

 

7 Methoden wie man Unkraut im Rasen loswerden kann

Regelmäßiges Rasenmähen gegen Unkraut im Rasen

Das regelmäßige Rasenmähen verhilft Unkraut im Rasen loszuwerden. Dabei ist eine Schnitthöhe von 4 cm anzustreben.

Die Gräser spenden so noch genug Schatten, um dem Unkraut die Sonne zu stehlen. Unter 2,5 cm sollte man jedoch keinesfalls mähen. Einige Gräserarten, wie zum Beispiel Lolium perenne, überleben einen solch tiefen Schnitt nicht.

Wichtig ist während der Wachstumsperioden mindestens alle 7 Tage zu mähen. So hindert man das Unkraut vor der Entwicklung der Samenstände. Dennoch ist zu häufiges Mähen auch nicht förderlich. Mindestens 3 Tage Abstand sollte man zwischen einzelnen Mähvorgängen lassen.

Der Rasen muss die Chance bekommen sich vollständig nach einem Rasenschnitt zu regenerieren. Wer mehrmals die Woche mähen will, sollte sich über die Vorteile eines Spindelmähers Gedanken machen. Dieser schneidet besonders sauber und hinterlässt keinen ausgefransten Rasen mit braunen Spitzen.

 

Den Rasen regelmäßig mit Nährstoffen versorgen

Eine häufige Anfängerfrage ist, warum man einen Rasen überhaupt mit Nährstoffen versorgen muss. Immerhin dürfte sich die Natur ja selbst regulieren. Das ist soweit auch richtig.

Da wir jedoch mit jedem Rasenschnitt dem System Nährstoffe entnehmen, wird die Düngung unabdingbar. Die Gräser landen im Fangkorb statt auf dem Boden. Dort würden sie eigentlich von Mikroorganismen in Nährstoffe umgewandelt.

Mit jedem Rasenschnitt magern wir also unseren Boden aus. Besonders mit Stickstoff, Phosphor und Kalium muss nachgeholfen werden.

Wer einen stark belasteten Rasen hat, sollte drei Mal im Jahr düngen. Im Frühjahr, Frühsommer und Herbst trägt man den Dünger gleichmäßig aus. In den meisten Fällen reicht jedoch jeweils eine Düngung im Frühjahr und Herbst.

Das Resultat ist eine dichtere und stabilere Grasnarbe, die nicht nur Unkraut verdrängt, sondern auch resistenter gegenüber Rasenkrankheiten wird.

 

Rasendünger mit Unkrautvernichter

Unkrautvernichter gibt es nicht nur gesondert als reine Herbizide, sondern auch in Verbindung mit Rasendünger. Diese sind besonders handlich und leicht mit dem Streuwagen bei der anstehenden Düngung auszutragen.

Herbizide für den Rasen greifen nur zweiblättrige Unkräuter an. Die chemischen Wirkstoffe veranlassen ein unkontrolliertes Wachstum, bevor das Unkraut abstirbt. Da Gräser einblättrig sind, bleiben sie von den Wuchsstoffen unbeeindruckt.

Häufig vorzufinden bei Rasendüngern mit Unkrautvernichtern sind 2,4-D oder Dicamba. Idealerweise trägt man das Herbizid zwischen Mai und August aus. Die Bodentemperatur muss für die beste Wirkung mindestens 8°C betragen.

Vor der Anwendung sollte der Rasen gewässert werden, damit das Granulat am Rasen haften bleibt. Grund hierfür ist die Wirkung des Herbizids über die Blätter des Unkrauts. Der nächste Tag muss frei von Regenfällen bleiben und auch die Bewässerung muss ausbleiben.

Hersteller empfehlen den Rasenschnitt nach der Anwendung eines Rasendüngers mit Unkrautvernichter weder zu mulchen noch zu kompostieren. Wer sonst keine Möglichkeit findet den Rasenschnitt zu entsorgen, sollte andere Alternativen zur Vernichtung von Unkraut im Rasen anwenden.

 

Kann man jeden Unkrautvernichter für den Rasen verwenden?

Man hat noch einen Unkrautvernichter im Gartenschuppen und überlegt sich diesen für den Rasen anzuwenden: Doch schadet das dem Rasen?

Grundsätzlich empfehlen wir stets speziellen Unkrautvernichter für Rasenflächen zu verwenden. Die Dosierung ist genau abgestimmt und die Wirkung richtet sich nur gegen zweiblättrige Pflanzen.

Totalherbizide sind absolut ungeeignet. Wie der Name bereits verrät greifen Totalherbizide auch einblättrige Pflanzen wie zum Beispiel unseren Rasen an. Wer bereits gedüngt hat, kann auf reinen Unkrautvernichter für den Rasen* zurückgreifen. Diesen empfehlen wir mit einer Gießkanne auf dem Rasen auszubringen.

 

Händisches Entfernen von jungem Unkraut aus dem Rasen

Unkrautstecher mit Löwenzahn im Rasen
Besonders in den frühen Monaten des Jahres ist das händische Entfernen am effektivsten. Da die Ausbreitung von Unkräutern häufig exponentiell verläuft, hat man hier die besten Chancen einen möglichst großen Erfolg zu erreichen.

Dabei ist es wichtig das Unkraut inklusive Wurzel zu entfernen. Ein bloßes Abreißen der Pflanze hilft hier nicht weiter. Wir nehmen für unseren Rasen einen Unkrautstecher zu Hand. Dieser hat den Vorteil, dass er die Pflanze inklusive Wurzel herauszieht. Die Metallzinken umschließen die Wurzel. In meinen Augen ist der größte Vorteil jedoch, dass ich mich dabei nicht durchgehend bücken muss. Bei Unkräutern mit Ausläufern ist es wichtig auch möglichst viele dieser herauszuziehen.

 

Regelmäßiges Vertikutieren hilft Unkraut aus dem Rasen zu entfernen

Nachdem man die sichtbaren Unkräuter händisch entfernt hat, erledigt der Vertikutierer den Rest. Wir empfehlen mindestens einmal im Jahr (idealerweise im Frühjahr) zu vertikutieren. Bei besonders starkem Moos- oder Unkrautbefall kann ein zweiter Durchgang im Herbst sinnvoll sein.

Breit wachsende Unkrautgeflechte, welche durch eine Vielzahl von Ausläufern entstehen, werden durch das Vertikutieren entfernt. Dazu gehört beispielsweise der häufig vorkommende Weißklee.

Aber auch Moos wird durch die Messer des Vertikutierers entfernt.

Zum Vertikutieren wird dazu zunächst der Rasen so tief wie möglich gemäht. In der Regel reichen 3 Zentimeter aus, um mit dem Gerät zu arbeiten. Die Klingen auf der Unterseite schneiden etwa 2 mm tief in die Erde hinein und ziehen Moos und Unkräuter aus dem Rasen hinaus.

Beim Vertikutieren wird auch Rasenfilz entfernt. Das sind abgestorbene Gräser, welche am Boden aufgrund von mangelnder Bodenaktivität nicht zersetzt werden können. Diese Schicht hindert den Rasen an der direkten Aufnahme von Nährstoffen und Wasser. Auch Sauerstoff hat es schwer zum Boden zu gelangen. Weniger anspruchsvolle Unkräuter machen sich ggf. breit.

 

Den Rasen regelmäßig nachsäen, um dichtes Wachstum zu fördern

Einmal im Jahr kann man den Rasen großflächig nachsäen. Wir empfehlen dies direkt nach dem Vertikutieren und dem Entfernen von Unkräutern zu machen.

Das Ziel hierbei ist, dass die Grasnarbe sich schließt und neuen jungen Unkräutern den Zugang zur Sonne verwehrt. Unter der Schicht können die neuen Pflanzen nicht keimen.

Turbo Nachsaat

Zur Nachsaat empfehlen wir eine spezielle Rasensaat mit schnellkeimenden Grasarten zu wählen. Diese verschließen Lücken im Rasen so schnell wie möglich. Zu diesen Gräsern gehören u.a. Lolium perenne. Eine beliebte Wahl ist hierfür die Turbo-Nachsaat von WOLF-Garten*, welche Lücken besonders schnell schließt. WOLF-Garten verwendet überwiegend das robuste & schnellwachsende Gras Lolium perenne.

 

Rasen kalken, um die Nährstoffverfügbarkeit zu verbessern

Dieser Tipp ist mit Vorsicht zu genießen, da nicht jeder Rasen eine Kalkung verträgt. Kalk dient grundsätzlich den pH-Wert des Bodens anzuheben. Das ist besonders sinnvoll, wenn der pH-Wert des Bodens, auf dem der Rasen wächst, unter 5,5 ist. Eine Bodenanalyse vorher gibt Aufschluss über den genauen Wert.

Nur wer sich absolut sicher ist, dass der Rasen auf einem zu sauren Boden wächst, darf den Rasen auch kalken. Die verbesserte Verfügbarkeit von Nährstoffen ermöglicht dem Rasen gesünder und dichter zu wachsen. Werden zusätzlich die Unkräuter durchgehend entfernt, kommt man so bald schon zu einem dichten grünen Rasen.

Mehr zum Rasen kalken und was es alles zu beachten gibt, kann man hier detailliert nachlesen >

Wer nicht gleich aufs Ganze gehen will, kann auch mit Holzasche düngen. Diese ist besonders alkalisch und hat einen hohen pH-Wert, welcher den Boden in die neutrale Richtung befördert. Dabei sollten stets nur Hölzer aus gewisser Herkunft und ohne chemische Behandlung verwendet werden. Mehr zum Düngen mit Holzasche erfahren Sie hier >

 

3 Anfänger-Fehler vermeiden, um die Verbreitung von Unkraut zu vermeiden

Neben den Methoden, die einen Unkrautbefall vermindern oder eine Vorsorge bieten, gibt es auch klassische Anfänger-Fehler, die das Wachstum von Unkraut enorm beschleunigen:

 

Unkraut kompostieren & Komposterde auf dem Rasen verwenden

Es hält sich der Gedanke, dass Unkraut auf dem Kompost unschädlich gemacht wird. Das ist nur bedingt richtig. Da sich die meisten Hobbygärtner der wesentlich langsameren Kaltrotte bedienen, können Samen von Unkräutern dennoch überleben. Wir empfehlen die gejäteten Unkräuter nicht auf dem Kompost zu entsorgen.

Wer dennoch Unkraut kompostieren möchte, sollte sich der Heißrotte bedienen. Dazu wird auf einen Schlag ein hoher Komposthaufen aus braunen (kohlestoffhaltigen) und grünen (stickstoffhaltigen) gebaut. Mehr zum Kompostieren von Rasenschnitt finden Sie hier >

 

Den Rasen bei starkem Unkrautbefall mulchen

Der Rasen sollte bei starkem Unkrautbefall möglichst nicht gemulcht werden. Beim Mulchen wird der Rasenschnitt kleingehackt auf der Fläche verteilt. Grundgedanke ist die Rückführung von Nährstoffen.

Wer jedoch mit Unkraut im Rasen zu kämpfen hat, kann so die Verbreitung fördern. Sind die Samenstände bereits entwickelt, sind die Auswirkungen besonders fatal. Die Samen werden auf der gesamten Rasenfläche auf dem kurz geschnittenen Rasen verteilt. Sie haben beste Kondition, um sich zu vermehren und auszubreiten.

 

Bei der Neuanlage Wurzeln im Boden lassen

Bei der Neuanlage des Rasens müssen stets alle Wurzeln aus dem Rasen entfernt werden. Bleiben diese hingegen in der Erde, läuft man Gefahr, dass diese schneller als der Rasen wachsen. Im schlimmsten Fall ist die Arbeit der Neuanlage komplett umsonst.

Wer sichergehen möchte lässt die umgegrabene Erde etwa zwei Wochen ruhen. Nach der Wartezeit zeigen sich neue junge Pflanzen. Diese entfernt man nochmal, um den Unkrautbestand zu minimieren.

 

Häufiges Unkraut im Rasen

Wir haben zu einzelnen Unkrautarten eigene Artikel verfasst, um noch spezifischer auf die Entfernung dieser einzugehen. Die Besonderheiten sind entscheidend für die effektive Bekämpfung.

 

Bei stellenweisem Extrembefall: Einzelne Stellen neu anlegen

Manchmal hilft es einzelne Stellen komplett neu anzulegen. Besonders breitwachsende Unkräuter, wie zum Beispiel Klee können so verdrängt werden. Dazu geht man wie bei der gewöhnlichen Rasenneuanlage vor und gräbt die Fläche zunächst um, und entfernt alle Pflanzenreste.

Wer möchte kann zusätzlich die Bodenbeschaffenheit verbessern. Besonders lehmhaltige Böden können mit etwas Sand aufgelockert werden. So wird der Wasserfluss verbessert und Verdichtungen werden vermieden.

Nach der Neusaat sollte man die Fläche entsprechend vor Vögeln schützen und den Teilbereich sichtlich markieren, um ein versehentliches Betreten zu vermeiden.

 

Der komplette Rasen ist von Unkraut übersät: Was kann man tun?

Wenn der komplette Rasen mit Unkräutern übersät ist, hat man nur zwei Möglichkeiten. Die erste ist, dass man den Rasen mithilfe einer Gartenfräse komplett umgräbt und alle Wurzeln und Unkräuter entfernt. Danach wartet man zwei Wochen, um neukeimende Unkräuter ebenfalls zu entfernen. Danach planiert man die Fläche und sät wie gewöhnlich die Rasensamen aus.

Die zweite Methode hat sich als besonders effektiv herausgestellt. Manche Gärtner nennen diese die „Sandwich-Methode“. Dazu wird Rollrasen benötigt. Dieser wird professionell angebaut und abgeschält. Wie der Name bereits sagt, werden die Grassoden aufgerollt und nach Hause geliefert.

Nun entfernt man das Unkraut der bestehenden Rasenfläche, gleicht Unebenheiten aus und vertikutiert ein letztes Mal. Der Rollrasen wird auf dem bestehenden Rasen ausgelegt. Der Vorteil dieser Methode ist, dass die dichte Grasnarbe sofort vorhanden ist und Unkräuter keine Chance haben diese ohne Weiteres zu durchdringen.

Mehr zu Neuanlage des Rasens mithilfe von Rollrasen >

 

Hinweis: Auch der Nachbar kann für das Unkraut verantwortlich sein

Die Neuanlage ist wenig sinnvoll, wenn kein entsprechender Schutz zum Nachbarn eingerichtet ist. Hat der Nachbar eine Wiese mit Unkräutern, die sich überwiegend über Samen vermehren, sollte man Abhilfe schaffen.

Ein Sichtschutz kann vom Wind verwehte Samen aufhalten auf Ihre Rasenfläche zu gelangen. Um unter- und oberirdische Ausläufer zu minimieren, empfehlen wir eine Rhizomsperre am Zaun zu verbauen. Diese ist für Wurzel und Ausläufer undurchdringbar. Oft wird die Ausbreitung auf diese Weise weit unterschätzt.

 

Weniger hilfreiche Methoden Unkraut im Rasen zu entfernen

Neben den hier erwähnten Möglichkeiten gibt es auch welche, die wir nur kurz anschneiden möchten, da sie in unseren Augen unpraktikabel sind. Dazu zählt zum Beispiel das Übergießen des Unkrauts mit heißem Wasser. Die Idee dahinter ist, dass das kochende Wasser die Zellen der Pflanze zerstört.

Im Rasen sehen wir hier jedoch Probleme, da auch der Rasen von dem Wasser nicht verschont bleibt. Die Wirkung auf die Wurzeln ist ebenfalls fragwürdig, da das Wasser mit Kontakt zur kälteren Erde schnell abkühlt.

Eine andere eher unpraktische Methode, um Unkraut im Rasen loszuwerden, ist die Lichtzufuhr abzuschneiden. Dazu legt man eine lichtundurchlässige Folie auf die von Unkraut befallene Fläche und beschwert diese mit einem Stein. Durch den Lichtentzug findet keine Photosynthese mehr statt. Da der Prozess des vollständigen Absterbens mehrere Monate dauert, sehen wir hier Probleme in der alltäglichen Anwendung.

 

Nachteile von Unkraut im Rasen

Unkraut sieht nicht nur unschön aus, sondern bringt auch andere Nachteile mit sich. Dazu gehört zum Beispiel die Konkurrenz um Licht, Wasser und Nährstoffe. Der Rasen wird durch das Unkraut verdrängt. Ein weiterer Nachteil ist die exponentielle Verbreitung: Ein einziger Rasensamen verursacht eine Pflanze, welche wiederum 100 weitere potenzielle Pflanzen wachsen lässt. Diese schnelle Verbreitung ist für uns Menschen kaum vorstellbar und sollte stets früh bekämpft werden.

 

Fazit: Unkraut im Rasen zu entfernen ist ein langer Prozess

Gänzlich wird man Unkraut im Rasen nicht bekämpfen können. Man kann es jedoch sehr stark minimieren. Wer alle Tipps auf dieser Seite befolgt, wird sich bald einem sauberen Rasen erfreuen können. Wichtig ist es möglichst schnell und früh zu agieren, da sich Unkraut rasant ausbreitet.

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